Electric GT veröffentlicht strategischen Fahrplan für 5 Saisons der EPCS

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Foto: Electric GT

Nachdem letzte Woche die ersten Renntesla an SPV Racing übergeben werden konnten, hat die Electric GT Holdings am Montag den strategischen Fahrplan (Technical Roadmap) für die ersten fünf Jahre der Elektrorennserie vorgestellt. ElectricGT.news hat alles Wichtige für dich zusammengefasst.

In den Saisons 1 bis 3 ist der Tesla P100D das Einheitsfahrzeug, welches alle Teams verwenden müssen. Er verfügt über eine Leistung von 585 kW (778 PS) und einer Batteriekapazität von 100 kW/h. Ab Saison 2 dürfen die Teams innerhalb der Richtlinien der Electric GT die Aufhängung selbst bauen. Außerdem wird es vor Saison 2 und 3 jeweils ein Technologie-Update geben. Der Reifen wird mit dem Pirelli PZero als Einheitsbauteil ebenfalls für alle gleich sein.

Ab der vierten Saison wird die EPCS eine für alle Hersteller offene Plattform sein und damit Ähnlichkeit mit GT- oder LMP-Rennserien annehmen. Weltweit haben Hersteller, unter anderem vom asiatischen Markt, Interesse bekundet und sind bereits in Kontakt mit Technikchef Agustin Paya getreten. Allerdings gibt die EGT die Voraussetzung vor, dass das Fahrzeug eine Mindestproduktionszahl von 500 erreicht.

Des Weiteren sollen die Rennwagen eine geschlossene Fahrgastzelle enthalten und die Räder verkleidet werden. Die Hersteller dürfen ab diesem Zeitpunkt homologierte Motoren und Getriebe herstellen und sind im Rekuperationssystem frei. Die Leistung der Rennboliden wird auf 825 (!) kW erhöht, bei einer Batterieleistung von 140 kW. Das Gewicht wird um etwa 300 kg auf 1.495 kg reduziert, was insgesamt eine Höchstgeschwindigkeit von 380 km/h ermöglichen soll. Geplant ist, dass es einen neuen Reifenhersteller ab Saison 4 geben wird.

„Wir haben Geschichte geschrieben, indem wir die erste elektrische Tourenwagenserie ins Leben gerufen haben, jetzt lassen wir sie wachsen und sich entwickeln“, so der Technische Leiter der Electric GT, Augustin Paya, am Montag. „Unser 5-Jahres-Plan wurde unter Absprache mit internationalen Herstellern erstellt, um die Entwicklung der Elektromobilität zuverlässig vorhersagen zu können und darauf reagieren zu können. Wir werden außerdem mit Herstellern neuer Materialien zusammenarbeiten, um die Fans zu überraschen und zu begeistern.“

Angenommen die EPCS-Fahrzeuge bewegen sich 2021/22 (Saison 4) mit einer Leistung von 800 kW im Rennmodus – dann könnten sie 10,5 Minuten Vollgas durchfahren. Wenn man einrechnet, dass Energie rekuperiert werden kann und nicht die gesamte Runde Vollgas gefahren wird, haben wir eine Renndauer von etwa 25 Minuten überschlagen. Wir sind gespannt, inwiefern die Electric GT den ambitionierten Entwicklungsplan einhalten kann.