Mark Gemmell: „In Zukunft können andere Hersteller Tesla schlagen“

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Tesla-EPCS-Car

Seit etwa zwei Jahren ist der Grundstein für die erste rein elektrisch angetriebene Tourenwagenrennserie, die Electric Production Car Series, gelegt. In einem halben Jahr soll das erste Rennen im spanischen Jerez stattfinden. Mit 20 Fahrern im einheitlichen Tesla P100D wird die EPCS die Saison bestreiten. Doch auch für die Zukunft haben Electric-GT-Chef Mark Gemmell und Agustin Paya, Technischer Leiter, der Serie große Pläne.

Das erklärte Ziel der EPCS bleibt unverändert: Die öffentliche Wahrnehmung von elektrischen Fahrzeugen soll angekurbelt und Themen wie Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit in den Fokus der Interessenten gerückt werden. Trotzdem soll das Fahren der Autos Spaß machen und praktisch für jeden Gebrauch sein.

Fest steht, dass die Entwicklung, die in den nächsten Jahren im Bereich der Elektromobilität stattfinden wird, entscheidend für den langfristigen Erfolg der Serie ist. Die Electric Production Car Series und die Formel E sind Vorreiter dieser neuen Technologie, die für jeden zugänglich sein soll.

Zukünftig sollen weitere Hersteller in die Serie einsteigen, um ein Format ähnlich der DTM oder der WEC aufzubauen, bestehend aus verschiedenen Marken und unterschiedlichen Teams.

„Ich denke, dass in Zukunft andere Hersteller kommen und Tesla sogar schlagen können“, sagt Mark Gemmell gegenüber ‚Medium.com‘. „Das müssen keine traditionellen Hersteller sein, aber ich bin mir sicher, es wird andere geben. Wir sind nicht an Tesla gebunden, aber momentan ist es das einzige Auto, welches den Anforderungen einer Rennstrecke gerecht werden kann.“

Bisher ist SPV Racing das einzige bestätigte Team, bis zum Saisonstart sollen jedoch neun weitere dazukommen. „Seit wir offiziell von der FIA anerkannt sind, haben wir viele Anfragen von Teams erhalten. Man kann davon ausgehen, dass demnächst neue Verträge mit Teams abgeschlossen werden“, so Gemmell weiter.

Alvaro Fontes ist der erste Stammfahrer bei SPV Racing. Des Weiteren wurde bisher Tom Turschwel als Fahrer bestätigt, auch wenn bisher nicht bekannt ist, bei welchem Team der Franzose fahren wird. Weitere 21 Rennfahrer sind momentan Mitglieder des Drivers‘ Club.