Electric GT verschiebt erneut: EPCS-Saisonstart für Spätherbst in Rom geplant

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Foto: Electric GT

Nach mehrfacher Verschiebung des ersten Rennens der Electric Production Cars Series soll die erste vollelektrische Tourenwagenserie nun im Oktober 2018 in Rom starten. Auch das zweite Rennen der Saison dürfte noch in diesem Jahr stattfinden, nämlich im November in Spanien. Der weitere Rennkalender soll demnächst von der Electric GT bestätigt und veröffentlicht werden.

Im Gegensatz zur Formel E kehrt die EPCS auf permanente Rennstrecken zurück. Dabei sollen klassische Topkurse weltweit besucht werden, wie zum Beispiel der Nürburgring. „Das erste Rennen wird im Oktober in Italien stattfinden, ein zweites gleich im November in Spanien. Die Saison geht dann 2019 weiter und soll überall in Europa gastieren und vielleicht sogar außerhalb Europas. Es soll von Anfang an eine internationale Rennserie sein“, sagt Marc Gemmell, Geschäftsführer der Serie, gegenüber ‚e-racingmag.com‘.

Zur erneuten Verschiebung des Rennkalenders – zuletzt war der Saisonstart für Sommer 2018 geplant – sagt Gemmell außerdem: „Wir haben verschiedenste Versionen des Rennkalenders durchgesprochen. Das hat länger gedauert, als wir gedacht haben, aber es war ein wichtiger Prozess, den wir durchmachen mussten. Die Strecken haben uns immer wieder verschiedene Daten gegeben und freuen sich nun auf elektrischen Motorsport.“

Die Rennwochenenden sind genauso wie bei der Formel E als eintägige Festivals geplant. Die zwei Rennen der EPCS stehen im Mittelpunkt. Das Qualifying wird in 3 „Heats“, ähnlich dem Rallye-Cross, ablaufen. Dabei werden in zwei Heats jeweils 10 Fahrer in einem 3-Runden-Sprintrennen gegeneinander antreten. Die Top 3 aus beiden Rennen treten dann im Kampf um die ersten sechs Plätze in der Startaufstellung gegeneinander an. Beide Rennen werden 60km lang sein. Eins wird am Tag stattfinden und ein weiteres zur Dämmerung. Im Rahmenprogramm wird es eine E-Kart-Serie geben, genauso wie ein eSports-Programm.

„Wir haben stark an unserem eSports-Angebot gearbeitet. Virtueller Motorsport sollte genauso spannend und herausfordernd wie das eigentliche Rennen sein. Das erreichen wir durch Virtual Reality, da wird man komplett einbezogen. Zusätzlich können wir in den Sitzen eine G-Kraft von bis zu 1,5 G simulieren. Dadurch kann jeder das Gefühl eines richtigen Rennautos bekommen, ohne ein Auto, das eine halbe Million Pfund wert ist, zu verschrotten“, gibt Gemmell einen weiteren Ausblick auf das Programm eines Renntages.

Bisher ist als Team in der EPCS nur SPV Racing bestätigt, auch wenn zuletzt bekanntgegeben wurde, dass seit der Anerkennung als FIA-Serie verschiedene Anfragen von Teams eingegangen seien. Genauso wie beim Rennkalender werden demnächst auch zum Teilnehmerfeld weitere Details erwartet. Wir bleiben für dich dran.