Ricardo Teixeira: „Electric GT ist pures Adrenalin“

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Foto: Electric GT

Die Electric GT, die kürzlich in EPCS umbenannt wurde, nimmt Form an: Der Tesla Model S P100D hat Ende Januar erfolgreich den von der FIA geforderten Crashtest bestanden. Nur wenige Tage später wurde die Electric GT als FIA Rennserie anerkannt und gab in diesem Zug die Änderung des Seriennamens in Electric Production Cars Series bekannt.

Bereits im November konnte mit SPV-Racing das erste Team der neuen Rennserie benannt werden. Zusätzlich sind mit Alvaro Fontes (SPV-Racing) und Tom Turschwel (Team noch nicht bekannt) zwei der bis zu 20 Stammfahrer bestätigt.

Doch der Drivers‘ Club ist mit vielen weiteren hochkarätigen Fahrern und Fahrerinnen besetzt, die gerne bis zum Sommer eins der noch zu vergebenden Cockpits ergattern würden. So zum Beispiel Emma Kimiläinen, Jeroen Bleekemolen oder George Richardson. Einer der bekanntesten Fahrer im Drivers‘ Club ist Ricardo Teixeira, langjähriger Testfahrer in der Formel 1 für Lotus beziehungsweise Caterham F1.

Der Portugiese zeigt sich begeistert von der EGT, dem Konzept der Serie und besonders von den Fahrzeugen. „Das Auto ist ein Monster, ein richtiges Rennauto“, sagt der 33-Jährige gegenüber ‚Spirit-FE.com‘. Der Tesla P100D ist mit einer Leistung von 585 kW (etwa 800 PS) ausgestattet und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 2,1 Sekunden. Im Vergleich: Die DTM-Boliden von BMW brauchten in der Saison 2017 2,6 Sekunden und damit eine halbe Sekunde länger.

Batteriemanagement wird in der EPCS im Gegensatz zur Formel E voraussichtlich kein großes Thema werden. Die 100-kWh-Lithium-Batterie des Tesla hat eine Reichweite von 90 Kilometern im Renntempo. Die Rennen werden jedoch nur 60 Kilometer lang sein. Die Fahrer können also im gesamten Rennen die volle Leistung des Teslas ausnutzen. „Deshalb ist die Electric GT pures Adrenalin von der Startlinie bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge“, sagt Teixeira.

Trotzdem werden sich die Fahrer auf einige Änderungen im Vergleich zu anderen Rennserien einstellen müssen. „Wir müssen unseren Fahrstil sowieso an jede Strecke anpassen, um ans Limit zu gehen, ohne dabei Fehler zu machen. Das ist Rennsport“, ist sich der gebürtige Portugiese sicher. Neuerungen für den Tourenwagensport wie etwa die Energierückgewinnung werden die Fahrer allerdings vor keine nennenswerten Probleme stellen, ist er sich sicher.

„Als erster Fahrer diese Meisterschaft zu gewinnen, ist natürlich ein Ziel“, zeigt sich Teixeira ambitioniert. „Aber noch wichtiger ist, der Serie beim Wachsen zu helfen und ein guter Botschafter für sie zu sein, denn wir sind Teile der Zukunft der Automobilindustrie.“

Die technischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Motorsportserie sind damit gegeben. Wir freuen uns alle auf das Auftaktrennen in diesem Sommer – und – wahrscheinlich auch auf ein Rennen in der Eifel am Nürburgring.