Day of Light: Electric GT veranstaltete Pre-Event in Frankreich

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EGT-Teslas-Pau

Bevor Mitte 2018 die neu gegründete Electric GT in ihre erste Saison startet, fand an diesem Wochenende ein groß angelegtes Pre-Event der ersten rein elektrischen GT-Rennserie statt, welches Einblicke hinter die Kulissen gewähren sollte. Veranstaltungsort für den „Day of Light“ war der Circuit Pau-Arnos, Hauptquartier der EGT, in Südwestfrankreich.

Der Freitag war Medien, VIPs und Mitgliedern des EGT-Founders‘-Clubs vorbehalten. Neben exklusiven Testfahrten in den EGT-Rennwagen und eKarts standen Werbeveranstaltungen und eine Gala mit der Crew und den Gründern als offener Austausch auf dem Programm. Für diesen Tag wurden nur einige wenige Karten frei verkauft. Auf einer Pressekonferenz stellte die Electric GT mit SPV Racing ihr erstes Team für die Debütsaison vor. Alvaro Fontes wurde im selben Atemzug als erster Stammfahrer verkündet.

Am Samstag kamen schließlich Fans und Interessenten auf ihre Kosten. Sie bekamen die Möglichkeit, mit den Fahrern und Crews ins Gespräch zu kommen. Wer wollte, konnte außerdem mit dem „VR G-Force Race Simulator“ testen, wie es sich anfühlt, einen Tesla P100D um die Strecke zu fahren. Dieser simulierte die Kräfte, die während der Fahrt im Cockpit auf den Fahrer wirken, je nachdem wie stark man lenkt oder beschleunigt.

Der Preis für die schnellste Runde im Simulator war eine Fahrt mit Pilotin Rebecca Jackson. Zusätzlich wurden die eKarts ausgestellt, welche ab Saisonbeginn im Rahmenprogramm der Serie zum Einsatz kommen sollen. Mittags wurde die neue Serie und das damit verbundene Meisterschaftskonzept von Mark Gemmell, dem CEO der Serie, vorgestellt.

eKart-Electric-GT

Das Highlight des Tages waren die Track-Sessions vor- und nachmittags. Wer einen eigenen Tesla (oder ein vergleichbares elektrisch angetriebenes Fahrzeug) besaß, konnte sich im Voraus für den „EV-Track Day“ anmelden. Die Teilnehmer durften mit dem eigenen Wagen auf dem Circuit Pau-Arnos fahren und erhielten ein Fahrercoaching.

eKart-Meisterschaft um Stammcockpit

Seit jeher gehören Kart-Serien zu den grundlegenden Schulen, die jeder Rennfahrer am Anfang seiner Karriere durchläuft. Die EGT hat deshalb ihre eigene eKart-Meisterschaft gegründet, die künftig Nachwuchsfahrern die Chance geben soll, im Rahmen des Rennwochenendes gegeneinander anzutreten. Der Hauptpreis ist ein Renncockpit im Tesla der Electric GT. Die Serie soll letztlich aus zwölf bis 20 Fahrern bestehen, die an jedem Rennwochenende der EGT ihr Können beweisen können.

Mit einem Gewicht von nur 100 kg gelten die eKarts als ultraleicht und wiegen nur etwa halb so viel, wie vergleichbare Elektrokarts. Die Leichtgewichte sind mit 50 PS ausgestattet und erreichen damit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. Die Beschleunigung der Karts ist vergleichbar mit der eines Formel-E-Autos – also in gut drei Sekunden von null auf 100. Die Rennen werden jedoch kürzer sein, da die Batterieleistung nur 3,2 kWh beträgt.

Das Auftaktrennen der Electric GT war eigentlich für nächstes Wochenende in Le Castellet geplant, wurde nun aber auf voraussichtlich Spätsommer 2018 verschoben. Wir warten gespannt.

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Svenja König.