Rückblick: Electric GT auf der Autosport International

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Es war ein gelungenes Messe-Debüt für die Electric GT: Neben einigen exklusiven Ankündigungen konnte die neue Elektromeisterschaft auch ihren Renn-Tesla zum ersten Mal vor Publikum vorführen. Leider blieben die versprochenen Details zum Kalender weitgehend aus – allein Barcelona, Paul Ricard und der Nürburgring wurden bestätigt.

Das Einheitsauto der EGT, das Model S P100DL, wurde in 13 Live-Action-Arena-Shows mit Olivier Lombard, Ricardo Teixeira und dem Technischen Direktor der Electric GT, Agustin Paya, am Steuer über die vier Tage hinweg gezeigt.

Nach seinem ersten Ausflug im Auto wurde der ehemalige LMP2-Fahrer Lombard als neuester Fahrer neben GT-Pilot George Richardson aus Großbritannien angekündigt, wodurch die Gesamtzahl der bestätigten Rennfahrer für die erste EGT-Saison auf 15 von 20 stieg.

Auf dem Stand 6250, gegenüber dem Reifenpartner Pirelli, wurde den insgesamt rund 1.000 Fans eine 4D-Virtual-Reality-Erfahrung zuteil. Sie durften eine Runde im Beifahrersitz des Tesla Model S erleben. Die Electric GT zeigte sich positiv überrascht ob des großen Interesses an der im August startenden Serie. Interessant wird allerdings sein, wie gut letztlich die Rennen besucht werden.

Detaillierte Leistungsdaten für den EGT Tesla V2.0, basierend auf dem P100DL, wurden erstmals bekannt. Um 500 kg wurde das Produktionsmodell durch Modifizierungen erleichtert, was bedeutet, dass das EGT-Auto in der Lage ist, in 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Es leistet 580 KW (789 PS) und 995 Nm Drehmoment.

Electric GT dreht auf Autosport International durch

Mark Gemmell, CEO der Electric GT, ist zufrieden mit dem Messeauftritt: „Wir waren der Meinung, dass es eine gute Gelegenheit wäre, die Performance-Daten für den EGT V2.0 basierend auf dem P100DL zu enthüllen. Da gibt es einige wirklich erstaunliche Statistiken, und ich denke, dass einige Leute überrascht waren, als sie das Auto in Action sahen!“

Gaming-Konzept soll Fans animieren

Bekannt wurde zudem, dass die Electric GT künftig auf eRacing neben dem eigentlichen Event setzen will. Gaming werde eine entscheidende Rolle in der globalen Rennerfahrung von EGT spielen, heißt es. Fahrer aus der ganzen Welt sollen an Rennen teilnehmen und um den „ultimativen Preis“ konkurrieren. Was dieser ultimative Preis sein wird, verriet die Electric GT leider nicht. Es handelt sich jedoch um ein sehr spannendes Konzept, das die Formel E mit ihren eRaces seid letzter Saison ebenfalls verfolgt.

Mark Gemmell sagt dazu: „Gaming ist etwas, worauf wir uns zunehmend einlassen werden, denn wir wollen, dass die EGT Championship nicht nur ein Event ist, sondern auch eine Serie, in der jeder mitmachen kann. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Monate.“

Darüber hinaus war die Show auf der Autosport International eine Gelegenheit für die EGT, während der Handelstage Geschäftskontakte zu knüpfen. Dazu zählte auch die Möglichkeit, künftige Rennen in Asien zu thematisieren.

„Es war ein fantastisches Ereignis für uns“, sagt Gemmell. „Unser Auto zu zeigen und unzählige Gespräche mit allen Interessierten zu führen, war grandios. Erstens ist es toll, Oliver Lombard und George Richardson an Bord zu haben, und zudem waren wir sehr erfreut darüber, wie viel Unterstützung der Serie zuteil wurde.“