Upgrade: Electric GT setzt auf Teslas Topmodell S P100D

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V2.0 Electric GT Tesla P100D

Am Freitag gab die Electric GT bekannt, dass es sich bei dem angekündigten E-Boliden, des sogenannten V2.0 Car, um das Tesla Model S P100D handelt. Damit bekommt die erste rein elektrische Tourenwagenmeisterschaft ein gehöriges Power-Upgrade spendiert, denn bisher hatte der Veranstalter auf eine schwächere Version des Tesla Model S gesetzt.

Wie bereits berichtet, startete die Electric GT ihre Entwicklung und Tests mit dem Tesla Model S P85/85+ (EGT CAR V1.3). Damals erklärte man, dass man sich ganz bewusst für das Model S P85/85+ (400 bis 500 kW Leistung) entschieden habe, weil man auf den Allradantrieb verzichten wollte, welcher ab dem Modell P90D und höher die einzig mögliche Antriebsform ist.

Agustin Paya, Technikchef der Electric GT, erklärte damals gegenüber ‚electrek.co‘: „Heckantriebler werden im Motorsport wegen ihres besseren Kurvenverhaltens und der besseren Gewichtsverteilung traditionell von Fahrern bevorzugt. Im Falle Heck- versus Allradantrieb gilt es, deutlich weniger Komplexität zu bewältigen, wenn es um schnelle Reparaturen und Wartung geht“, so Paya. Warum man von diesem Standpunkt abweicht bleibt offen.

Statt der leistungsärmeren Variante setzt die EGT nun also auf das neue Top-Modell von Tesla Motors, den S P100D. Die Rennversion wird den Titel V2.0 tragen. Die atemberaubende Beschleunigung des S P 100D (0-100km/h in 2,5 Sekunden) sorgte jüngst für Schlagzeilen: Nachdem Tesla-CEO Elon Musk das „Easter Egg“ am 16. November ankündigte, war klar, dass Tesla damit zu den Top-3-Sprintern der Welt gehört – eine Ansage an die Automobilindustrie.

Das Model S reiht sich damit hinter dem Ferrari LaFerrari (2,4 Sekunden) und dem Porsche 918 Spyder (2,2) ein und teilt sich einen dritten Platz mit dem Bugatti Veyron und Veyron Super Sport. Da sowohl Porsche, Ferrari als auch Bugatti die Stückzahl der Supersprinter limitierte, kann man sagen, dass der Tesla S P100D das schnellste Serienfahrzeug der Welt ist.

Fun-Fact: Ein sogenanntes „Easter Egg“ bekommt man nicht einfach so. Tesla-Fahrer müssen es selbst finden, ähnlich wie bei einem Rätsel. Da Tesla dies jedoch schon öfter gemacht hat, und das Internet sein Übriges dazu beiträgt, dauert es meist nicht lange, bis ein solches Rätsel gelöst ist.

Mit V2.0 Car will die Electric GT die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Da die Rennversion noch bessere Performance in Sachen Beschleunigung, Handling und Grip an den Tag legen wird, sowie Rennbremsen, Federung und Slick-Reifen von Pirelli auf dem 500 kg leichteren Tesla zum Einsatz kommen, muss man mit brachialer Leistung rechnen. Außerdem wurde der 85-kWh-Akku im neuen Modell auf 100 kWh erweitert, was ein zusätzliches Plus an Reichweite bringen wird.

V2.0 Car

Das V2.0-Design ist bereits fertig, und die EGT wird nun mit den offiziellen Partnern OMP und Pirelli zusammenarbeiten, um den P100D aufzubauen. Electric-GT-CEO Mark Gemmell sagt: „Das Electric GT V2.0 Design ist der schnellste Weg ins ‚Age of Light‘. Ich bin sehr gespannt auf das Tesla Model S P100D, da es unglaublich schnell und innovativ ist. Diese Woche haben wir die Einschreibephase für Teams eröffnet, und die neue Auto-Ankündigung ist eine spannende Perspektive für alle, die mitmachen wollen.“

Tesla setzt auf Easter-Eggs