Tom Coronel & Alice Powell treten Drivers‘ Club bei

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Langsam aber sicher kommt Schwung in die erste voll elektrische GT-Serie der Welt: Vergangene Woche gab die Electric GT bekannt, dass Alice Powell und Veteran Tom Coronel dem Drivers‘ Club, einer Art Pool interessierter Fahrer, beigetreten sind. Der Club, aus dem sich die zehn EGT-Teams theoretisch bedienen können, wächst damit weiter: WTCC-Rennfahrer Coronel und GP3-Pilotin Powell stoßen zu ihren potenziellen künftigen Rivalen Stefan Wilson, Vicky Piria, Dani Clos und Leilani Münter hinzu.

Der 44-jährige Coronel aus Naarden, Niederlande, ist Profi durch und durch und war bereits in verschiedenen Tourenwagen- und GT-Serien unterwegs. Der Sieger der Zandvoort F4 Masters von 1997 kämpfte gegen Größen wie Mark Heber, Nick Heidfeld oder Stephane Sarrazin. Darüber hinaus verbuchte er zehn Starts bei den 24 Stunden von Le Mans, bevor er 2005 in die World Touring Car Championship wechselte. In elf Jahren WTCC gewann Coronel sechs Rennen und eine unglaubliche Fanbase von mehr als 215.000 Twitter-Followern – da wird selbst der eine oder andere Formel-1-Pilot neidisch.

Nach dem Test eines elektrisch betriebenen Lotus in Zandvoort war Coronel begeistert vom E-Rennsport. Wenn die EGT-Meisterschaft zu ihrem Saisonlauf nach Zandvoort kommt, dürfte sich Coronel der Unterstützung seiner zahlreichen Fans sicher sein.

„Die Electric GT ist ein sehr interessantes Projekt, und ich bin begeistert, in dieser frühen Phase bereits ein Teil davon zu sein. Wenn man sich die Welt des Motorsports ansieht, wird alles auf diese Art von Rennsport hinauslaufen. Die Formel E hat bereits bewiesen, wie erfolgreich sie sein kann, und sogar in der F1 haben sie vor einiger Zeit das Hybrid-System eingeführt“, so Coronel.

Electric GT setzt weiter auf weibliche Rennfahrer

Die 23-jährige Powell aus Oxford, England, wird ihre Rivalität mit Rennfahrerin Piria aus der GP3-Meisterschaft 2012 in der EGT wieder aufnehmen. Sie ist die erste Frau, die ein Formel-Renault-Rennen gewann. Außerdem holte sie sich 2010 als erste Frau die Meisterschaft in der Formel Renault 2.0 BARC.

„Ich freue mich auf den Beitritt zum Electric GT Drivers‘ Club. Elektrischer Rennsport wächst rasant. Teil der weltweit ersten Null-Emissionen-GT-Meisterschaft zu sein, ist sehr spannend. Die Serie hat eine vielversprechende Zukunft und fantastische Pläne“, so Powell.

EGT-CEO Mark Gemmell fügt abschließend hinzu: „Sowohl Tom als auch Alice sind wertvolle Ergänzungen zum EGT Drivers‘ Club. Ihre Erfolgsgeschichten über eine Reihe von Disziplinen hinweg macht sie zu starken Akteuren für die Electric GT Championship. Wir freuen uns, sie 2017 auf dem Grid zu sehen.“

In ihrer ersten Saison wird die Electric GT sieben klassische Rennstrecken in Europa besuchen: Circuit Paul Ricard, der Circuit de Barcelona-Catalunya, Zandvoort, Brands Hatch, Mugello, Estoril und Nürburgring. Anschließend absolvieren die 20 Fahrer drei Rennen in Amerika, die nicht zur Meisterschaft zählen.